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Dienstag, 3. August 2010
In reichlichen zwei Wochen ist es wieder so weit - das größte Stadtfest der neuen Bundesländer, das Dresdner Stadtfest, lädt ein. Erstmals steht das hiesige Stadtfest unter einem Motto: "Kunst und Genuss an der Elbe". Gefeiert wird vom 20. bis 22. August, der Besuch ist kostenfrei.
Ein Highlight wird der Theaterplatz werden, er verwandelt sich zum Dresdner Stadtfest ein "musikalisches Crossover-Areal". An den drei Stadtfestabenden wird ein buntes Potpourri aus Pop, Rock, Klassik, Jazz und Disco geboten. Mit dabei sind Stefanie Heinzmann, Disco Dice, Ray Wilson (Ex-Genesis-Mitglied), Miss Platnum, Thomas Stelzer & Friends und Pe Werner. Auch die Eröffnung des Stadtfestes (20. August, 19.30 Uhr) durch Oberbürgermeisterin Helma Orosz wird auf dem Theaterplatz stattfinden, begleitet durch einen Fanfarenzug. Außerdem wird die Semperoper den Spielzeitauftakt mit "Der Rosenkavalier" am 21. August und "Late Night Jazz" am 22. August feiern.
Der Neumarkt widmet sich für die Zeit des Stadtfestes den lukullischen Genüssen. Bei anspruchsvollen Speisen und Getränken kommen Feinschmecker ganz auf ihre Kosten. Ein leichtes Bühnenprogramm mit Pianisten und kleinem Orchester, moderiert von Olaf Schliebe, rundet die "Gourmetinsel" ab.
Der Schlossplatz verwandelt sich zum Barockmarkt, die Besucher sind eingeladen, bei unterhaltsamen Wettkämpfen aktiv mitzumachen. Des Weiteren wird eine Gattin für August den Starken nach der "Herzblatt"-Manier gewählt.
Neben diesen Highlights wird es noch viele weitere geben:
- Orientalisches Fest am Dresdner Schloss
- Kultur- und Theaterszene am Goldenen Reiter
- Modern Art und Disco unter der Augustusbrücke
- Kunstflaniermeile am Königsufer
Um nicht nur Menschen aus Dresden und Umgebung zu motivieren, das Fest zu besuchen, wird sogar überregional Werbung gemacht. In Berlin, Leipzig, Hamburg und Köln wurden Plakate ausgehangen. Anzeigen, Flyer und Programmhefte sind weitere Werbemaßnahmen. Irrtümlicherweise gibt die Stadt Dresden an, dass erstmals in anderen deutschen Großstädten Werbung gemacht wurde. Auch in der Vergangenheit wurde dies schon praktiziert.
Weitere Informationen, eine Übersicht über das Festgelände und ein Programmheft finden sie auf www.dresden.de.
Montag, 14. Juni 2010
Mein Erlebnis im Kanupark Markkleeberg ist schon ein paar Tage her - ich möchte Euch diesen Spaß trotzdem nicht vorenthalten.
Südlich von Leipzig, am Markkleeberger See, befindet sich die künstliche Wildwasser-Rafting- und Kajak-Anlage. Wir waren sechs Männer, das Wetter war mittelprächtig - beides stellte sich als Vorteil heraus. Die sechsfache Manneskraft hat den Vorteil, dass sich das Boot auch gut bewegt, wenn die Paddel ins Wasser gestochen werden. Und durch das durchwachsene Wetter war die Anlage nicht überfüllt.
Der Spaß dauert insgesamt reichliche zwei Stunden. Die erste Stunde ist mit Einkleidung - es wird alles gestellt, außer Badehose - und Einweisung schnell rum. Die Einweisung war überraschenderweise sehr kurzweilig, anschließend wir die Rettung aus dem Wasser geübt. Dann geht es auch schon in die Boote - 6- oder 8-Mann Boote stehen zur Auswahl, es empfiehlt sich also in entsprechender Gruppenstärke anzureisen. Hinten sitzt dann noch ein Guide.
Per Förderband wird man zum Startbecken gehoben. Und dann geht's los. Der Guide gibt, schreit, Anweisungen, die restlichen Insassen paddeln um ihr Leben. Die Anlage ist u-förmig aufgebaut, es gib ca. 6 Absätze, die das ganze zum "Wildwasser-Rafting" machen. Am Anfang geht es noch ruhig und geradeaus zur Sache, ab der dritten Runde - je nach Lust und Laune des Guides - auch mal rückwärts oder kreiselnd.
Ein Special - die Bootsinsassen können vorher aussteigen - ist der sogenannte Flip. Der Guide sitzt ganz hinten auf dem Schlauch, alle Anderen am Bug auf dem Schlauch. Der Bug des Schlauchbootes wird unter einen dieser Absätze geführt, das Heck hebt sich, der Guide springt ab und das komplette Boot dreht sich rum. Ist ein riesen Gaudi - zugegeben, als ich direkt unter dem Boot aufgetaucht bin war mir doch ein wenig mulmig.
Nach einer Stunde, ca. 8 Runden, war der Spaß vorbei. An Land rudern, duschen & umziehen. Zurück bleibt das Gefühl, dass man sich todesmutig dem reißenden Fluss gestellt hat.
- Wildwasser-Rafting und Kajak
- die modernste Wildwasseranlage Europas
- vergleichbar mit den Olympiastrecken in Sydney, Athen und Peking
- 240 m lang und 8,4 m breit - der Höhenunterschied beträgt 5,2 m
- Powerrafting (mehr Wasser!) und Nachtrafting möglich
- Kajak - Single, Duo, Kanu-Slalom und Schule
- Hydrospeed
- Neopren- und Sicherheitsausrüstung inklusive
- ohne Vorkenntnisse möglich (nur Schwimmen sollte man können & allgemein etwas fit)
- Angebote für Schüler & Firmen
Donnerstag, 1. Oktober 2009
ring ring...
"Hallo?"
"meinestadt.de, Frau Mustermann, guten Tag Herr Treppte."
"Guten Tag."
"Vielen Dank, dass Sie sich mit xyz.de kostenlos bei uns eingetragen haben."
"Gern geschehen."
"Aber ich will Ihnen mal was zeigen. Im Moment kann man Sie noch nicht finden. Bei welchem Keyword wollen sie gefunden werden?"
"(Keyword genannt)"
"Geben wir das doch mal in Ihrer Stadt ein. Und, sehen Sie Ihren Eintrag?"
"Nein. Aber ich fange ja auch grad erst an mit der Seite."
"Das wird so nix. Da können Sie nix machen. Ich kann Sie aber auf Platz eins bringen. Jetzt sofort."
"Bei Google?"
"Nein, bei meinestadt.de."
"Okay. Aber das kostet Geld?!"
"Ja, 398 EUR im Jahr."
"Wow, das ist heftig."
"Es lohnt sich aber. Wir haben Pagrank 7. Wir werden oft bei Google auf den besten Positionen angezeigt. Ich kenne kaum eine Seite, die PR 7 hat."
"Mhhh, Google hat doch PR 9 oder?"
"Google ist eine Suchmaschine. Die hat kein PR"
"Ja, ich weiß, dass Google eine Suchmaschine ist. Die Seiten haben trotzdem einen PR."
"Den kann man aber nicht messen."
"Aha. Na ja, für mich kommt Ihr Angebot trotzdem nicht in Frage. Es gibt noch andere Wege sich gut zu positionieren."
"Welche denn? Das hilft alles nichts, glauben Sie mir."
"Na ja, guter Content, natürlich gewachsene Links, Linkbaits und so."
"Kann ich auf Ihrer Seite alles nicht finden. Was sie machen, Herr Treppte, ist herumdümpeln!"
"Was mach ich?"
"Herumdümpeln!"
"Meinen Sie. Ah, ich schaffe das schon irgendwie."
"Na ja, wenn Sie sich anders entscheiden, wissen Sie ja, wie Sie uns erreichen. Schönen Tag noch."
"Tschüss."
(stark gekürzt und etwas stilisiert)
Mit der Vertriebstante würde ich ja gerne mal einen Tee trinken...
Dienstag, 13. Januar 2009
Manchmal lohnt es sich, dass Auto stehen zu lassen. Heute morgen, gegen sieben Uhr, saß ein Mann neben mir im Bus. Typ Normalo, okay, ein paar eigenartige Stiefel hatte er an. Er kramte eine Weile in seiner Tasche. Anscheinend hatte er Durst, denn es gab einen kräftigen Schluck Weißwein aus einem Tetrapak. Ein tragikomischer Vorfall.
Auf der einen Seite habe ich das Ganze mit einem Schmunzeln quittiert, wie alle anderen Anwesenden auch. Jeder macht sich so seine Gedanken: "Clever, Pappe ist leichter als Glas", "Dann würde ich doch lieber einen billigen Landwein aus der Flasche trinken", "Vielleicht ist es ja auch Milch?". Und dann schaut man aus dem Fenster und die Busfahrt geht für Jeden weiter.
Auf der anderen Seite ist Alkoholismus natürlich eine Krankheit, über die man keine Witze machen sollte. Man macht ja auch keine Witze über Krebskranke. Krankheitsursachen gibt es derlei viele. Zu nennen sind hier vielleicht individuelle, familiäre und gesellschaftliche Ursachen.
Zahlen und Fakten: + 2,5 Millionen Alkoholabhängige + 16.000 Alkoholtote + Männer sind mehr betroffen + 20 Milliarden Ausgaben wegen Alkoholismus + 890 Millionen Ausgaben der Werbeindustrie + 400.000 Arbeitsunfälle + 7% aller Straftaten unter Alkoholeinfluss + dritthäufigste Todesursache + 2.200 Neugeborene geschädigt + erhöhtes Verletzungsrisiko + erhöhte Gewalt und Autoaggression + Kinder Alkoholabhängiger benachteiligt + kein Zusammenhang zwischen Suchtgefährdung und Intelligenz
Quellen: hier, hier, hier, hier
Auf http://www.psychotherapiepraxis.at/surveys/al_survey.phtml gibt es einen Selbsttest. Mein Ergebnis: Verdacht, dass ein Alkoholproblem vorliegt. Na Prost Mahlzeit!
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